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Wie baut man eine SSD-Festplatte ein und aus?

Der Ein- und Ausbau von SSD-Festplatten gestaltet sich im Wesentlichen sehr ähnlich wie dieselbe Prozedur bei magnetischen Festplatten. Einige Unterschiede sind dennoch zu beobachten, um das wertvolle Stück Hardware nicht zu beschädigen.

Vor dem Ausbau der Festplatte

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Zunächst sollte, wie immer bei Arbeiten am Computerdas richtige Werkzeug bereitgelegt werden. Bei SSD-Festplatten sind häufig mehr Utensilien notwendig als bei normalen Festplatten:

Oft sind zwei Schraubendreher nötig: Ein größerer wird benötigt, um die Schrauben am sogenannten Festplattenkäfig zu entfernen. Die SSD-Festplatte selbst wird hingegen meist mit deutlich kleineren Schrauben an einer Art Schiene arretiert. Hier ist dann ein kleiner Schraubendreher (oder ein Aufsatz) gefragt. In der Regel handelt es sich bei beiden Schraubentypen um Kreuzschlitzschrauben.

Ein feuchtes Tuch oder Handstaubsauger für das Entfernen von jeglichem Staub – gerade bei älteren Computern oder einer allgemeinen Stauballergie sehr zu empfehlen.

Die passenden Kabel. Sie werden nicht immer von den Herstellern mitgeliefert, so dass im Vorfeld ein wenig Recherche über die in der Verpackung enthaltenen Strom- und Datenkabel stattfinden sollte.

Wichtig ist vor der Öffnung des Computers, dass die eigene elektrische Ladung im eigenen Körper entfernt wird. Tipp: Die Berührung eines Heizkörpers oder auch einer Lampe aus einem elektrisch leitfähigen Metall reicht aus, um diesen simplen Vorgang auszuführen.

Wo befindet sich die SSD-Festplatte?

Gerade in älteren Computergehäusen, welche vor der Zeit des SSD-Booms gebaut wurden, befindet sich die SSD-Festplatte meist in einem normalen Festplattenkäfig für 3,5-Zoll-Festplatten. Dort ist sie in der Regel mit einer zusätzlichen Schiene befestigt, da ältere Festplattenkäfige selbstverständlich nicht über die geeigneten Bohrungen für die Schraubenpositionen von SSD-Festplatten verfügen. In neueren Computern ist die Festplatte oft aber auch in speziellen Elementen untergebracht, welche auch um 90° gedreht (im Vergleich zu normalen Festplatten) oder über Kopf angebracht sein können. Es ist empfehlenswert, einfach dem Verlauf der SATA-Kabel zu folgen, um die SSD-Festplatte schnell zu lokalisieren. Sie ist nicht größer als beispielsweise eine EC- oder Kreditkarte.

Der Ausbau der SSD-Festplatte

Nachdem die Festplatte gefunden wurde, sollte sie vom SATA-Datenkabel und dem Stromkabel getrennt werden. Möglicherweise kommt hier ein Druckmechanismus zum Einsatz, welcher betätigt werden muss, bevor die Kabel abgezogen werden können. Anschließend sollte – falls vorhanden – zuerst die genannte Schiene entfernt werden. Danach kann die SSD-Festplatte direkt mitsamt der Schiene aus dem Computer genommen werden, so dass das Trennen dieser beiden Elemente danach einfacher ist.

Falls keine Schienen genutzt werden, hilft der Griff zu einem möglichst kleinen Schraubendreher, da in Computergehäusen selten viel Spielraum für die Hände besteht. Gerade „Grobmotoriker“ profitieren übrigens von der Widerstandsfähigkeit der SSD-Festplatten: Sie sind deutlich weniger empfindlich gegenüber Erschütterungen und wiegen nur einen Bruchteil der wuchtigen magnetischen Festplatten, so dass das Gerät auch bei groben Erschütterungen meist funktionstüchtig bleibt.

Einbau der SSD-Festplatte

Bei herausnehmbaren Festplattenkäfigen sollte die Montage mittels der Schrauben für die SSD-Festplatte außerhalb des eigentlichen Computergehäuses stattfinden. Danach wird der Käfig wieder eingesetzt. Beachtet werden sollte ein fester Sitz aller Komponenten. Anschließend wird zuerst das SATA-Kabel – ein dünnes Kabel mit einer Breite von nicht mehr als einem Zentimeter – mit der SSD-Festplatte und dem Mainboard verbunden.

Danach erfolgt der Anschluss über das mitgelieferte Stromkabel an das Netzteil. Jumper, wie sie im IDE-Zeitalter genutzt wurden, gibt es bei SSD-Festplatten nicht mehr. Die Festplatte ist jetzt eingebaut und der Computer kann wieder in Betrieb genommen werden.

Abschließende Hinweise für den Umgang mit SSD-Festplatten

Als Betriebssystem sollte im besten Fall Windows ab Version 7 und aufwärts oder ein entsprechend modernes Linux-Äquivalent genutzt werden, da diese Betriebssysteme die SSD-Festplatte automatisch als solche erkennen. Bei älteren Varianten – wie etwa Windows XP – ist die Inbetriebnahme deutlich komplizierter.

Ein Tipp für fortgeschrittene Anwender: SSD-Festplatten senden keinerlei Vibrationen aus, sie bleiben im Betrieb sehr kühl und sie sind, wie bereits erwähnt, recht unempfindlich gegenüber Erschütterungen. Erfahrene Anwender müssen die Festplatte also nicht unbedingt komplett einbauen, sondern sie können sie auch an einen beliebigen Ort platzieren und dort verkabeln, um ohne viel Aufwand die Funktionsfähigkeit testen zu können. Leistung und Funktion werden dadurch nicht beeinträchtigt. Langfristig gesehen ist der Einbau, wie wir ihn in diesem Artikel beschrieben haben, natürlich dennoch unbedingt anzuraten.

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